FrankreichaustauschCollège Olivier Messiaen Mortagne/Sèvre/ Regenbogen-Gesamtschule Spenge Treffen am dritten Ort: Fremd ist der Fremde in der Fremde Berlin 11.4.-15.4.2011Unser diesjähriges Projekt eines Treffens am dritten Ort kann nicht anders als großer Erfolg bezeichnet werden. Dank der großzügigen Hilfe und Unterstützung des DFJW konnten wir unser Ideen umsetzen. Dafür an dieser Stelle unser herzlicher Dank.Unsere Idee einer gemeinsamen Erkundung am dritten Ort hat nahezu perfekt funktioniert, die geplante Mischung aus Programmpunkten, gemeinsamer Freizeit und gemeinsamen Aktivitäten hat gut funktioniert. Die Schüler konnten sich kennenlernen, konnten miteinander sprechen und gemeinsame Aufgaben lösen. Sie waren sehr zuverlässig und pünktlich, und das während der ganzen Fahrt.Seit Beginn der Fahrt haben wir zwei Logbücher durch die Gruppe geschickt. Wir haben sie gebeten, während der Wartezeiten, beim Busfahren oder zwischendurch ihre Eindrücke und Gedanken aufzuschreiben. Dies wurde gut genutzt, die Idee, dass alle Beiträge doppelt ausgeführt wurden, hat nicht ganz geklappt, wir hatten zu viel zu tun. Ein kleiner Auszug ist hier zu sehen.Tag 1: 11.4.2011Der französische Bus kommt sehr gut durch und ist schon früh da. Improvisation ist angesagt, da wir Lehrer noch Unterricht haben. Die französischen Schüler erkunden unter Anleitung der deutschen Partner zunächst die Schule, danach Spenge, die aufstrebende Stadt im Grünen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen(mit unserem langjährig erfahrenen Busfahrer Helmut) geht es los nach Berlin. Wir machen Rast an der Gedenkstädte Helmstedt und erhalten eine erste Einführung in das Thema deutsch-deutsche Teilung.Wie geplant erreichen wir mit wenigen Staus das Hotel 4youth in der Bernauer Straße 45, ein neu erbautes Hotel mit 2 **, das uns mehr als zufrieden gestellt hat. Wir haben neben sehr leckerem Essen neue Doppel - beziehungsweise Doppel-Doppelzimmer (mit einer Verbindungstür verbundene Doppelzimmer) mit Dusche und Toilette in jedem Zimmer, erstklassigem Service, netten und zuvorkommenden Mitarbeitern und einer erstklassigen Lage genossen.Nach dem warmen Abendessen mit den ersten kleinen Kulturschöckchen ( Monsieur, où est le pain?) haben wir unter der Führung von vier französischen Schülerinnen einen Nachtspaziergang durch den Mauerpark http://www.mauerpark.info/gemacht, mit einem Schlenker an den bekannten Szenekneipen des Prenzlauer Bergs entlang und zurück zum Hotel. Die Schüler waren von der nächtlichen Parkszene sichtlich beeindruckt, solche Menschenwesen scheint es eher in der Großstadt als in ländlichen Kleinstädten zu geben. Das Wetter war noch lau und frühlingshaft. Die erste Nacht war ruhig, Schüler und Lehrer haben gut geschlafen.Tag 2: 12. 04.2011 Nach dem reichhaltigen und gut organisierten Frühstück haben wir U-Bahnfahren geübt und uns am Hauptbahnhof mit zwei Führern der Firma Hérolé getroffen, die mit uns auf Deutsch und Französisch eine Führung vom Hauptbahnhof zum Potsdamer Platz gemacht haben. Die Qualität beider Führung war sehr gut. Wir bekamen einen guten Eindruck über die umwälzenden Erlebnisse der letzten Jahrzehnte. Am Potsdamer Platz erhielten die Schüler etwas Freizeit um sich mit einem Mittagsimbiss zu versorgen , was sich leicht bewerkstelligen ließ .Die holländische Königin Beatrix ließ es sich nicht nehmen, uns persönlich mit freundlichem Winken zu begrüßen, sie ist extra an unserer Gruppe vorbeigefahren. Mit der Linie 200 statt wie geplant mit der Linie 100 fuhren wir zum Bahnhof Zoo, erlebten gemeinsam die Schönheit des Blaus der Gedächtniskirche und die Verlockungen des KADEWE. Dies war Teil des Vergleiches mit dem für Donnerstag geplanten Besuch in den Galéries Lafayette.Die geplante Mischung aus Programmpunkten, gemeinsamer Freizeit und gemeinsamen Aktivitäten hat gut funktioniert. Die Schüler konnten sich kennenlernen, durften miteinander sprechen und gemeinsame Aufgaben lösen. Sie waren sehr zuverlässig und pünktlich, und das während der ganzen Fahrt.Um 16.00 Uhr kam ein französischer Punkt auf die Tagesordnung : Frau Monvoisin, die leitende Bibliothekarin des Institut Français hat uns freundlicherweise empfangen und uns die Räumlichkeiten und Funktion /Aufgaben des Instituts erklärt. Danach konnten die Schüler durch den Besuch in der Ausstellung Story of Berlin ihre bereits gewonnenen Eindrücke einordnen und weiteres Hintergrundwissen erwerben. Nach der Rückkehr in das Hotel und dem leckeren warmen Abendbrot haben wir die Schüler in gemischten Gruppen Sketche entwerfen lassen, die am übernächsten Abend zur Aufführung kommen sollten. Die Jugendlichen haben sich große Mühe gegeben und hatten sehr viel Spaß.Mit der gehörigen Bettschwere nach dem Programm schliefen alle ruhig und zufrieden ein.Tag 3: 13.4.2011Aufgrund des inzwischen miserablen Aprilwetters mit kalten Schauern und ergiebigem Landregen haben wir unsere Pläne ändern müssen. Statt des geplanten Blicks vom Berliner Dom sind wir zur Gedenkstätte des Mauerbaus an der Bernauer Straße in der Nähe des Hotels gegangen, (dank der Nähe und der Überdachungen sind wir deutlich weniger nass geworden als bei den geplanten Erkundungen rund um die Straße Unter den Linden. )Nach kurzer Besichtigung des Berliner Doms mit seiner Kuppel haben wir uns vor dem Neuen Museumverabredet und dann gemeinsam die Hackeschen Höfe, den Ampelmann Shop, die Gedenkstätte der stillen Helden gesehenDie Schüler hatten erneut Freizeit, um sich gemeinsam auf Nahrungssuche zu begeben, was sie sehr erfolgreich geschafft haben.Um 14.30 Uhr hatten wir eine deutsche und französische Führung mit jungen Ägyptologen durch das neue Museum in Berlin. Erneut waren die Führungen von guter Qualität und sehr aufschlussreich. Danach gab es die Möglichkeit, im Museum zu bleiben, in kleinen Gruppen das Viertel zu erkunden und shoppen zu gehen.Gegen 18.00 Uhr hatten wir erneut eine deutsche und französische Führung durch das relativ neu eröffnete DDR Museum, was für großes Interesse sorgte. Trotz der Erschöpfung und der Müdigkeit waren die Jugendlichen interessiert bei der Sache. Auf dem Rückweg haben wir noch einen Abstecher zum Alexanderplatz und der Weltzeituhr gemacht(, auf dem Weg ins ersehnte Hotel.)Nach dem erneut leckeren Abendessen ist unser Cinéma du soir (der deutsche Film „Französisch für Anfänger“) der Konkurrenz des Champions league Spiels Schalke 04 gegen Inter Mailand (und technischer Probleme) zum Opfer gefallen. Tag 4: 14.4.201Durch das leicht gebesserte Wetter sind wir auf den Berliner Dom gestiegen und hatten eine tolle Sicht auf das Zentrum . Danach waren wir leider so verspätet, dass wir nur sehr kurz von der Direktion der Galéries Lafayette empfangen werden konnten. Dennoch war die uns empfangende Dame für alle Jungs höchst interessant.Nach einer sehr interessanten Führung durch den Deutschen Dom, bei dem vor allem die geschichtlichen Zusammenhänge im 19.Jahrhundert deutlich wurden, sind wir im Französischen Dom erfolglos geblieben. Herr Violet hatte uns vergessen, was für die Schüler die Möglichkeit eröffnete, das neue Ritter Sport Schokoladengeschäft und den Checkpoint Charly im Sauseschritt erobern zu können.Die angekündigte Überraschung des Berliner Gruselkabinetts in Kreuzberg war nicht so überwältigend, der riesige Knaller, wie er von Schülern, die bereits dort waren, angekündigt worden war, aber als gemeinsame Aktion haben sich die Jugendlichen gut amüsiert.Nach kurzer Freizeit, wo die Jugendlichen die Abschiedsparty vorbereiten konnten und shoppen konnten, haben wir nach dem Abendessen unsere Abschiedsfete gestartet. Jede der Kleingruppen hat ihren Sketch vorgeführt, es gab einen Juryentscheid und die Sieger wurden belohnt. Danach wurde getanzt und trotz des Mädchenüberhangs kamen sich alle Teilnehmer sehr nahe. (Die Photos sind geheim!) ;-))Alle fanden, die Zeit und die Fete seien viel zu kurz gewesen. Über die Ereignisse der Nacht wird ebenfalls geschwiegen. ;-)) Dies war einer der Höhepunkte der Reise.Tag 5 : 15.4.2011Nach dem Packen und Verstauen des Gepäcks haben wir eine Wanderung von unserm Hotel zum Anleger am Berliner Dom gemacht und die Fahrt mit einer Bootsfahrt an den von uns inzwischen gut bekannten Sehenswürdigkeiten ausklingen lassen. Wir waren pünktlich wieder am Hotel und sind kurz vor den großen Staus nach Hause gefahren, wo wir vor der geplanten Zeit ankamen.Die Eltern haben ein wunderbares Buffet gezaubert (Vielen vielen Dank!) und nach gemeinsamem Schmausen sind unsere alten und neuen Freunde nach Hause zurückgefahren.Vielen Dank für die schöne gemeinsame Zeit.Merci beaucoup au groupe français, aux collègues , continuons cette belle aventure !