Schulprogramm Leitziel 3 Individuelles Lernen Wir setzen uns dafür ein, dass an der Regenbogen-Gesamtschule junge Menschen erfolgreich  miteinander lernen und zu verantwortungsbewussten, kritischen Persönlichkeiten heranwachsen.  Individuelle Förderung, die Vermittlung von Lernstrategien und Arbeitsmethoden sowie das Training  sozialer Kompetenz bilden einen Schwerpunkt der schulischen Arbeit. Die vermittelten Kenntnisse,  Fähigkeiten und Fertigkeiten und die individuell erbrachten Leistungen bilden die Grundlage der  Leistungsbewertung.  Das machen wir bereits erfolgreich:  Die Trainingstage zum eigenverantwortlichen Arbeiten (EVA)  Zentraler Schwerpunkt des Schulprogramms der Regenbogen-Gesamtschule ist das Ziel, die Schülerinnen und  Schüler systematisch zu selbstständigem und eigenverantwortlichem Arbeiten zu befähigen.   Dazu gibt es ein durchgängiges Curriculum von Jahrgang 5 bis 13 und eine seit Jahren erfolgreiche  Arbeitsstruktur:   Viermal (Jg. 5 – 7) bzw. zweimal (Jg. 8 – 13) im Schuljahr wird an so genannten „Trainingstagen“ in allen  Jahrgängen der reguläre Unterricht ausgesetzt, um stattdessen systematisch Methodenkompetenz, Team- und  Kommunikationsfähigkeit zu erlernen. Die erlernten Methoden und Techniken sollen anschließend im regulären  Unterricht angewendet und vertieft werden.  Die Themen der Trainingstage für die Jahrgänge 5 bis 13 befinden sich im Anhang.  Der  Förderunterricht Einen wichtigen Baustein stellt die Sprachförderung dar, da Sprache die Grundlage für jede Form des fachlichen  und sozialen Lernens bildet.   Sprachförderung findet an der Regenbogen-Gesamtschule auf allen Ebenen schulischen und pädagogischen  Arbeitens statt. Um allen Schülerinnen und Schülern eine ganzheitliche Entwicklung zu ermöglichen, nehmen  alle Schülerinnen und Schüler im 5. und 6. Jahrgang an einer zweistündigen Sprachförderung in kleinen  Gruppen teil. Zusätzlich wird eine weitere Fachstunde Deutsch erteilt. Mit Hilfe des Duisburger  Sprachstandstests werden Fördergruppen gebildet, in denen gezielt auf die individuellen Bedürfnisse der  Schülerinnen und Schüler eingegangen wird. Wichtig ist uns dabei, dass sowohl Schwächen erkannt als auch  Stärken gefördert werden. Anhand des Re-Tests wird am Ende des 5. Schuljahres der Entwicklungsfortschritt  überprüft.  Die Sprachförderung wird bis in die Klasse 10 fortgesetzt und knüpft dabei an die alters- und fachspezifischen  Anforderungen (Medien-/Methodenkompetenz, Schulpraktika, Sprachzertifikate, Bewerbung, etc.) an.  Als Grundprinzip gilt: Sprachförderung ist Aufgabe eines jeden Faches und findet in der Schule immer statt.  Der Förderunterricht in den Fächern Mathematik, Englisch und Deutsch ist jahrgangsspezifisch organisiert.   Im Fach Mathematik wird in den Klassen 5 und 6 eine zusätzliche Fachstunde als Förderstunde in  Doppelbesetzung erteilt. In den Klassen 7 und 8 werden Förder- und Forderstunden nach Bedarf weitergeführt.  Förderung im Fach Englisch findet ab dem 6. Jahrgang je nach Bedarf der Lerngruppen statt. In Jahrgang 10   wird eine zusätzliche Fachstunde Deutsch, Englisch und Mathematik als Förderstunde im Klassenverband  erteilt, um die Vorbereitung für die zentralen Abschlussprüfungen zu gewährleisten.  Im Jahrgang 11 erhalten die Schülerinnen und Schüler in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik   eine zusätzliche Unterrichtsstunde zur Schaffung gemeinsamer Grundlagen.  Übersicht Förderunterricht an der Regenbogen-Gesamtschule Spenge Das SPRINT-Seminar  Seit 1995 ist das so genannte „Sprint-Seminar“ fester Bestandteil des Schulkonzeptes der Regenbogen-  Gesamtschule Spenge.   Angesprochen werden die Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrgangs, die aufgrund ihrer schulischen  Gesamtsituation (Leistungsdefizite/ Situation in der Klasse/ häusliches Umfeld/ Verhaltensauffälligkeiten) Gefahr  laufen, den Jahrgang 9 wiederholen bzw. ohne Schulabschluss die Schule verlassen zu müssen.  Ziele des Sprintseminars sind die soziale Stabilisierung der Schülerinnen und Schüler und mindestens die  Sicherstellung der Versetzung in die Jahrgangsstufe 10 (gleichbedeutend mit dem Erreichen des  Hauptschulabschlusses nach Jahrgang 9).  Grobübersicht über den Ablauf des Sprintseminars:  Vorgespräch mit den Klassenteams zur Ermittlung des Bedarfs in der Klasse bzw. im Jahrgang  Elterninformation und Elterngespräche  Vorbereitung des Seminars mit den Schülerinnen und Schülern  Durchführung des 2 ½-tägigen Seminars außerhalb der Schule in Form einer Vollzeit-Veranstaltung   anschließend wöchentliche „Sprintstunde“ begleitet durch eine Lehrkraft in Kleingruppen  vor den Sommerferien: Abschlussveranstaltung zur Auswertung und Evaluation der Fördermaßnahme  Erläuterungen zum Sprintseminar:  Erste Aufgabe des Seminars ist es, ein offenes Gesprächsklima und eine Gesprächsbereitschaft zu  erzeugen (Vertraulichkeit aller Beteiligten)  Der erste Schwerpunkt ist die Analyse der individuellen schulischen und sozialen Situation und deren  Ursachen  Der zweite Abschnitt beinhaltet die Erarbeitung eines individuellen Arbeitsplans, der in einen verbindlichen  Lernvertrag mündet, in dem Ziele, Veränderungsbedarf, Vereinbarungen etc. festgehalten werden  Der dritte Abschnitt beinhaltet die Entwicklung einer (beruflichen) Zukunftsperspektive, dies geschieht in  Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit.  Erläuterungen zum Sprintstunde:  Die Stunde findet als zusätzliche Unterrichtsstunde einmal wöchentlich statt.  Eine Lehrkraft begleitet ca. vier Schülerinnen und Schüler im zweiten Schulhalbjahr. Dies dient der  Sicherung der Vereinbarungen und der individuellen Betreuung (Erreichung von Zwischenzielen /  Veränderung der Vereinbarungen etc.) der Schülerinnen und Schüler.  Grundlage dafür ist das Führen einer individuellen Fördermappe, in der u. a. Lernfortschritte verzeichnet  werden.  Die gesamte Fördermaßnahme zielt nicht in erster Linie auf eine fachliche Förderung ab, sondern auf die  allgemeine Stabilisierung der Schülerinnen und Schüler.  Aufgrund unserer langen Erfahrung, ständigen Weiterentwicklungen und Evaluationen haben wir inzwischen für  den 9. Jahrgang ein recht erfolgreiches Konzept zur Reduzierung der Zahl der Wiederholer entwickelt.  Das Förderprogramm "Komm mit!"  Das Förderprogramm "Komm mit!" gibt es seit dem letzten Schuljahr an der Regenbogen-Gesamtschule.  Leistungseingeschränkte Schülerinnen und Schüler werden gezielt bei der Entwicklung ihrer individuellen  Lernfähigkeit unterstützt.  "Komm mit!" startet im zweiten Halbjahr des siebten Schuljahres mit einem Trainingsprogramm in einem  Tagungshaus in der Umgebung. Relevante Fragestel-lungen sind hier:  Was kann ich, wo liegen meine Stärken?  Was möchte, was muss ich persönlich lernen?  Wie kann ich lernen, mich zu konzentrieren?   Wie bekämpfe ich Stress und Unsicherheit?  Wie kann mir das Lernen auch Spaß machen?   Zusätzlich ist im zweiten Halbjahr des siebten Schuljahres die wöchent-liche "Komm mit!"-Trainingsstunde  vorgesehen, in der verschiedene Lern-formen und Arbeitstechniken erprobt werden. Diese Arbeit wird im achten  Schuljahr gezielt fortgeführt.  Die Stärkung des individuellen, persönlichen Lernens steht im Vordergrund.  Das so genannte Vermittlungs-training bildet den Abschluss der "Komm-mit!"-Teilnehmer in einem Drei-Stufen-  Programm: - Sie erarbeiten sich fachliche Inhalte.  - Sie erlernen Methoden, diesen "Lehrstoff" anderen zu erklären, also Lehrer zu sein.  - Das Förderprogramm "Komm mit!" endet nach dem 1. Halbjahr des achten Schuljahres.  Das Medienkonzept Unsere Schule betrachtet die Arbeit mit Medien, insbesondere mit den neuen Medien, als integralen Bestandteil  des Lernens. Computer-Grundkenntnisse und ein sinnvoller und kritischer Umgang mit neuen Medien (z.B.  Internet) sind heute wichtige Hilfen für zukünftige private und berufliche Anforderungen. Details können unserem  ausführlichen Medienkonzept (s. d.) entnommen werden.   In zahlreichen Fächern sind inzwischen auch spezifische Computer-Kenntnisse wichtig geworden, z.B. CAD/ CNC  und Roboter-Steuerung in Technik, Excel und Software für Analysis/ Analytische Geometrie in Mathematik, Text-  Bearbeitung in Deutsch, elektronische Workbooks in den Fremdsprachen, elektronische Musik im Fach Musik  oder Powerpoint-Präsentationen in den Naturwissenschaften und Gesellschaftswissenschaften. Daher  strukturieren wir zur Zeit um: Nach einigen Jahren mit einer kompakten halbjährlichen Computer- Grundbildung in  Jg. 8 sind wir jetzt dabei, die Computer-Einheiten in die Curricula der einzelnen Fächer zu integrieren. Das wird in  den meisten Fällen von den Schülern auch sehr gut angenommen.   Das sind unsere Ziele:  Das Selbstlernzentrum  Im Rahmen der konzeptionellen Überlegungen zur Weiterentwicklung des Sprint-Seminars und der Einführung  des „Komm mit!“-Projektes kristallisierte sich immer mehr heraus, dass an unserer Schule ein Ort geschaffen  werden muss, an dem Schülerinnen und Schülern zu verlässlichen Zeiten in Ruhe und Konzentration  eigenständig lernen können: ein Selbstlernzentrum. Denn gerade für leistungseingeschränkte Schülerinnen und  Schüler wird es zusehends wichtiger,    Techniken und Strategien des individuellen Selbstlernens zu beherrschen, d. h. ihr eigenes Lerntempo zu  finden und für sich Erfolg versprechende Lösungswege zu entdecken und zu erproben,  sich unabhängiger zu machen von nicht ausreichender Unterstützung zu Hause und von teuren  professionellen Lern- und Nachhilfeinstituten, wo der Lernertrag häufig in keinem Verhältnis zu den Kosten  steht.  Ab dem Schuljahr 2010/11 soll es an unserer Schule ein Selbstlernzentrum geben. Es wird im ehemaligen  Töpferraum im Souterrain des Altbaus eingerichtet werden. Die Finanzierung ist inzwischen gesichert, die  notwenigen baulichen Maßnahmen sind in die Wege geleitet und die spezifisch notwendige Ausstattung des  Raumes wurde geplant und teilweise bereits angeschafft.   In diesem – während der Öffnungszeiten stets personell betreuten – Raum sollen Schülerinnen und Schüler  alleine oder in kleinen Gruppen arbeiten können. Es werden ihnen sowohl Rechner als auch vielfältige Materialien  zur Verfügung stehen.  Über das fachliche Lernen hinaus soll es Möglichkeiten geben, Konzentration und Entspannung zu trainieren, die  eigene Wahrnehmungs- und Darstellungskompetenz zu steigern.   Individuelle Förderung Um die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler noch zu verbessern, sollen verschiedene  Programme und außerschulische Fördermaßnahmen getestet und auf ihre Tauglichkeit überprüft werden. Einen  Schwerpunkt bildet dabei die Förderung von Schülern mit Migrationshintergrund und mit LRS. Wichtig ist dabei  vor allem auch die Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus und die kontinuierliche Fort- und Weiterbildung  des Kollegiums.  Ein weiteres Ziel ist die inhaltliche Ausgestaltung des Förderunterrichts, wobei die Verwendung  fächerübergreifenden Materials noch verstärkt werden soll.  Im Zusammenhang mit dem Förderprogramm „Komm mit!“ und der Errichtung des Selbstlernzentrums werden wir  zunächst Erfahrungen sammeln und daraus entsprechende konzeptionelle Entscheidungen ableiten. Es wäre  wünschenswert, weitere Lehrerwochenstunden zu erhalten, um eine breitere Förderung (vor allem in den höheren  Jahrgängen) gewährleisten zu können.  Im Bereich des eigenverantwortlichen Arbeitens (EVA) ist eine stärkere Verzahnung der Inhalte der Trainingstage  mit den Fachcurricula notwendig und die Zuordnung bestimmter Methoden zu Fächern und Jahrgängen sinnvoll  und notwendig.   Im Bereich Medien müssen die Fachcurricula im Hinblick auf die jeweiligen Komponenten der Computer-  Grundbildung fertig gestellt werden. In der Infothek ist eine Aufstockung der Computer-Arbeitsplätze geplant und  es wäre hilfreich, wenn wir eine  durchgängige Beaufsichtigung während der Kernunterrichtszeit  organisieren  könnten.  weiterlesen