Schulprogramm Leitziel 6 Interkulturelles Lernen Wir halten das Zusammenleben und Arbeiten mit Menschen verschiedener Kulturen für bereichernd und  streben den Austausch und die partnerschaftliche Begegnung mit Menschen aus anderen Ländern an.  Das machen wir bereits erfolgreich:  Viele Schülerinnen und Schüler der Regenbogen-Gesamtschule kommen mit  ihren Familien z. B. ursprünglich  aus der Türkei, aus der ehemaligen Sowjetunion, vom Balkan, aus Italien, Griechenland, England, Indien und  Südamerika etc. und haben damit  einen sog. Migrationshintergrund. Über den Unterricht in der Klassen-AG und  die Klassengemeinschaftswoche in Jahrgang 5 versuchen wir von Anfang an, die Vielfalt der kulturellen  Erfahrungen bereichernd in den Unterricht einzubauen. Dies gelingt in fast allen Fächern mit ihren besonderen  fachspezifischen Ausprägungen auf sehr individuelle Weise, besonders ausgeprägt jedoch in Gesellschaftslehre,  Musik, Religion, Praktische Philosophie und Philosophie.  Unterrichtseinheiten wie „Wo wir wohnen und wie wir uns besuchen können!“ (Gesellschaftslehre), „Kinder hier  und anderswo“ (Religion) oder das Afrika- und Trommelprojekt in Jahrgang 6 ermöglichen allen Beteiligten z.T.  neue, auf jeden Fall bereichernde Einblicke.   Förderung der Fremdsprachen  Der Erwerb von allgemeingültigen, weltweit anerkannten Sprachzertifikaten ist für Berufsleben und Studium  sinnvoll und hilfreich, weil sie im Gegensatz zu Schulnoten die Vergleichbarkeit auf internationaler Ebene  gewährleisten. Aus diesem Grund bieten wir in den Sprachen Französisch und Englisch die Vorbereitung und  Teilnahme an den DELF-Prüfungen (Französisch) sowie dem Cambridge Certificate (Englisch) an. Diese  Prüfungen sind an den Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen (GeR) angepasst, richten sich an Schüler  ab dem Jahrgang 8 und werden in einer AG vorbereitet.  Die Cambridge ESOL-Sprachzertifikate (English for Speakers of Other Languages) werden seit einiger Zeit  auch in Deutschland an Schulen als Zusatzqualifikationen angeboten. In diesem Rahmen bietet auch unsere  Schule für Schüler und Schülerinnen der Oberstufe die Teilnahme am First Certificate in English (FCE) an.   Die Vorbereitung auf die schriftliche und mündliche Prüfung findet im Rahmen einer AG statt.  In der Oberstufe nehmen die Schüler des Französisch-Kurses regelmäßig am Literaturwettbewerb „Prix des  lyceens allemands“ teil, d.h., die Schüler entscheiden als Jury über aktuelle französische Jugendbücher    Schulpartnerschaften / Schüleraustausch / Klassen- und Studienfahrten  Seit 1993 unterhalten wir eine Schulpartnerschaft mit dem College Olivier Messian in Mortagne sur Sèvre in  Frankreich, der Austausch mit den französischen Schülern findet im Jahrgang 9 statt.   In den Jahren 2002, 2005 und 2008 (2011 geplant) haben wir mit Schülern der Oberstufe einen Austausch mit  einer kanadischen Schule der Stadt  Québec in der Provinz Québec durchgeführt.  Klassen- und Studienfahrten innerhalb der Sekundarstufe I und II ins Ausland (z.B. Abschlussfahrten nach  Tschechien, Italien, den Niederlanden, Großbritannien / Cambridge etc) stehen immer unter dem Aspekt der  partnerschaftlichen Begegnung mit Menschen anderer Kulturen.  Individuelle Auslandserfahrungen  Auch im Bereich der individuellen Auslandserfahrungen unterstützen wir unsere Schüler.  Informationsveranstaltungen über Auslandsaufenthalte (z. B. „Ab ins Ausland nach Klasse 10“,  „Nach dem Abi  und dann ?!“) machen die Schüler mit den unterschiedlichsten individuellen Austauschprogrammen weltweit  bekannt; in diesen Veranstaltungen berichten ehemalige Schüler über ihre Erfahrungen, Vertreter verschiedener  Austauschorganisationen stellen ihre Programme vor (z.B. Brigitte de Sauzay (Austauschprogramm auf  Gegenseitigkeit für drei Monate),  Voltaire-Programm (Austausch auf Gegenseitigkeit für 6 Monate in Deutschland  und Frankreich), Austausch auf Gegenseitigkeit /Bezirksregierung Düsseldorf ( internationaler Austausch auf  Gegenseitigkeit für drei Monate Australien, Neuseeland, Kanada und Europa).  Diese Informationsveranstaltungen werden von unserem Koordinator für interkulturelle Kommunikation  durchgeführt und stehen auch Schülerinnen und Schülern anderer Schulen offen.   Betreuung von Gastschülern Darüber hinaus ist unsere Schule offen für den Empfang und die Betreuung von Gastschülern aus  aller Welt  sowie für den Einsatz und die Betreuung von Fremdsprachenassistenten aus England und Frankreich.  Interkulturelles Arbeiten in den Fächern Philosophie, Praktische Philosophie und Religion  In den drei Fächern spielt der Kultur- und Religionsvergleich eine wesentliche Rolle (vgl. Curricula). Im  Vordergrund steht dabei nicht nur das Kennenlernen fremder Kulturen, sondern insbesondere auch der Umgang  mit dem „Anderssein“ fremder Kulturen, der in einer pluralistischen Gesellschaft notwendig den Spagat zwischen  der Achtung alternativer Lebensauffassungen und der Verpflichtung auf freiheitlich-demokratische Grundwerte  bewerkstelligen muss.   Als konkrete Unterrichtsvorhaben, die dieser Thematik verpflichtet sind, können beispielsweise angeführt werden:  Ausführlicher Religionsvergleich in Religion und PP (u. a. Unterrichtsbesuche in der Moschee oder der  Synagoge)  Die Problematik des Kulturrelativismus am Beispiel der Mädchenbeschneidung (Philosophie, Jg. 11)  Das Phänomen „Rassismus“ / Fremdenfeindlichkeit (PP, Jg. 9 oder 10)  Politische Philosophie – Liberalismus und Menschenrechte (Philosophie, Jg. 12)  Die Vorurteilsproblematik (PP/ Jg. 7 oder 8)  Das sind unsere Ziele  Mittelfristig soll das Angebot für die Teilnahme an Sprachprüfungen (DELF/DALF, Cambridge ESOL) und  fremdsprachlichen Wettbewerben (Bundeswettbewerb Fremdsprachen, FrancoMusiques u.a.) auf weitere  Jahrgänge ausgeweitet werden.  Die Teilnahme soll einzelnen Schülern und Schülerinnen, AG-Gruppen oder Klassen ermöglicht werden.  Wir wollen eine Arbeitsgemeinschaft zur möglichen Realisierung von Comenius-Partnerschaften einrichten  und ggf. einen Comeniusassistenten für das kommende Schuljahr beantragen.  Die interkulturellen Projekte sollen beibehalten und – wenn möglich - intensiviert und ausgebaut werden.  Eine besondere Bedeutung sollen dabei auch weiterhin aktuelle gesellschaftspolitische Entwicklungen und  Tendenzen spielen. Erinnert sei in diesem Zusammenhang an die Initiative „Gesicht zeigen“, an der die  Regenbogen- Gesamtschule teilgenommen hat.  Die hier in den Fächern GL, Religion, PP und Philosophie dargestellte interkulturelle Erziehung ist und bleibt wesentlicher curricularer Bestandteil dieser Fächer. Darüber hinaus fühlen wir uns in allen Bereichen schulischen Lebens dem interkulturellen Miteinander verpflichtet und wollen dieses im Schulleben (bspw. bei Schulfesten und „Offenen Stunden“) fördern. weiterlesen